Google Ads Tutorial

Wie erstellt man profi­table Google Werbe­anzeigen? Wenn du dich das schon immer ge­fragt hast oder deine Anzeigen bisher nicht erfolg­reich waren, dann solltest du dir dringend diesen Leit­faden durch­lesen! In dieser Schritt für Schritt Anleitung erfährst du alle tech­nischen Details, um deine eigenen Google Ads im Such­netz­werk zu schalten.
Wahr­schein­lich hat sich jeder Online-Marketing-Interessierte irgend­wann schon einmal gefragt, wie man eine Werbe­anzeige bei Google er­stellt. Einige haben sicher auch schon rum­probiert und erste Er­fahrungen mit Performance Marketing ge­sammelt. Auf den ersten Blick wirkt Google Ads (früher als Google Adwords be­zeichnet) sehr trivial. Geht es aber in die Tiefe, wird es mit gefähr­lichen Halb­wissen schnell sehr un­über­sicht­lich und man ver­brennt schnell sehr viel Geld.
Diese Anleitung hat den Anspruch, dir Schritt für Schritt beim Anlegen einer profitablen Werbe­anzeige zu helfen. Natür­lich kann ich keine Garantie zum Erfolg geben, aber technisch bist du mit diesem Leit­faden ziemlich gut auf­ge­stellt. Wer trotzdem noch Fragen hat, der kann sich gern über das Kontaktformular an uns wenden.
Jetzt fangen wir aber endlich an. Wie schaltet man also eine Anzeige im Such­netz­werk, um auf Position 1 bei Google gelistet zu werden?

Schritt 1: Neue Kampagne anlegen, Ziele definieren und Typ auswählen

  1. Um eine neue Google Ads Kampagne zu starten, wähle in der Seiten­navigation „Kampagnen“ und klicke an­schließend auf das „+“. Wahr­schein­lich stehen bei dir bereits Kampagnen in der Tabelle und das Fenster sieht da­durch etwas anders aus. Hast du dich neu bei Google Ads an­ge­meldet, so startest du direkt bei Punkt 4. Achtung: Wähle in diesem Fall „Kennen Sie sich schon mit Google Ads aus?“.
Neue Kampagne erstellen
  1. Daraufhin ist im Popup „+ Neue Kampagne“ aus­zu­wählen.
Kampagnenerstellung starten
  1. An­schließend wirst du nach dem Kampagnen­ziel gefragt. Meine Empfehlung ist hier „Kampagne ohne Zielvorhanden er­stellen“, um im weiteren Verlauf alle Optionen manuell vor­nehmen zu können.
Kampagnenziel definieren
  1. Im nächsten Fenster soll der Kampagnen­typ gewählt werden. In diesem Tutorial schauen wir uns die Er­stellung einer Werbe­anzeige für das Such­netz­werk an.
Kampagnentyp wählen
  1. In den meisten Fällen bewirbt man mit Anzeigen im Such­netz­werk seine eigene Web­site. Also ist das bei der folgen­den Ab­frage an­zu­haken.
Zielvorhaben Webseitenbesuche

Schritt 2: Kampagnen­einstellungen vornehmen

  1. Unter „Allgemeine Einstellungen“ gibst du der Kampagne zunächst einen aus­sage­kräftigen Namen. Meine Empfehlung: Werbenetzwerk | Zielstandort | Kampagnenbeschreibung

    Weiter­hin empfehle ich, das Partner­netz­werk sowie das Display­netz­werk zumindest für den Anfang ab­zu­schalten. So hast du zu Beginn weniger Parameter, die deine Ergeb­nisse be­ein­flussen. Später kannst du natür­lich gern beide Netz­werke testen.

    Im Punkt „Weitere Einstellungen anzeigen“ kannst du ein Start- bzw. Enddatum festlegen, URL-Optionen hinzufügen und Einstellungen für dynamische Suchanzeigen treffen. Zum Einstieg sehe ich das allerdings als unrelevant an.
Allgemeine Einstellungen
  1. Im Fenster „Aus­richtung und Ziel­gruppen“ wählst du zunächst den Stand­ort deiner Ziel­gruppe. Nutze dazu am besten die „Erweiterte Suche“, um die Nutzer punkt­genau zu targetieren oder ggf. auch von deinen Anzeigen aus­zu­schließen.

    Ich wähle dabei unter „Ausrichten auf“ zu 99% die Option „Nutzer, die sich gerade oder regel­mäßig in meinen Ziel­regionen be­finden“. Das weicht zwar von Googles Empfehlung ab, nutzt das Werbe­budget aber mit hoher Wahr­schein­lich­keit besser aus: Deine Anzeige wird nur Leuten aus­ge­spielt, die sich auch wirklich körper­lich in deiner Ziel­region be­finden. Was nützt dir die Bewerbung einer zeit­lich begrenzten Ver­anstaltung (z.B. Messe) einem US-Amerikaner, der eine Oma in Erfurt hat…?
Nutzerstandort
  1. Zusätz­lich ist noch die Sprache deiner Kunden zu wählen. Ein Tipp: Das bezieht sich ledig­lich die Spracheinstellung, die der Nutzer bei sich selbst ge­troffen hat. Der Anzeigen­text bleibt trotz­dem weiter­hin auf Deutsch (bzw. die Sprache in der du schreibst). Des­halb kann es durch­aus Sinn machen, in Gebieten wie Berlin oder Dortmund z.B. auch Türkisch als Sprache zu wählen.
Spracheinstellung
  1. Unter „Zielgruppen“ können detail­lierte Ein­stellungen fest­gelegt werden. Es ist bei­spielsweise die Aus­richtung auf bestimmte demo­grafische Angaben (Beziehungs­status, Bildung usw.) oder auf die Besucher der eigenen Web­seite möglich. Da diese Methoden aller­dings eher fort­ge­schritten sind, gehe ich an dieser Stelle nicht weiter darauf ein. Als Anfänger empfehle ich keine spezifische Ziel­gruppen­targetierung an­zu­wenden.
Zielgruppentargetierung
  1. Anschließend musst du das Tages­budget ein­geben. Die besten Er­fahrungen habe ich mit Werten ge­macht, die leicht über oder unter der ent­sprechenden glatten Zahl liegen. Bei der Aus­lieferungs­methode kann man noch zwischen „Standard“ und „Beschleunigt“ aus­wählen. In den meisten Fällen wird „Standard“ die richtige Wahl sein. Du merkst es daran, wie dein Budget im Tages­verlauf aus­ge­geben wird. Ist am Abend der Groß­teil des Tages­budgets noch nicht aus­ge­geben, solltest du auf „Beschleunigt“ um­stellen.
Werbebudget
  1. Im folgenden Fenster „Gebote“ empfiehlt es sich „Statt­dessen direkt eine Gebots­strategie aus­wählen (nicht empfohlen)“ zu drücken.
Gebotsstrategie ändern
  1. Daraufhin ver­ändert sich die Dar­stellung. Ich starte in den meisten Fällen mit „Manueller CPC“, um ein Gefühl für die Gebote zu be­kommen. Wer Conversion-Tracking ein­gerichtet hat, kann auch den Haken bei „Mit auto-optimiertem CPC mehr Conversions erzielen“ ein­schalten. Meiner Erfahrung nach führt das zu etwas besseren Ergeb­nissen. Unter „Weitere Einstellungen anzeigen“ lassen sich fort­ge­schrittene Daten justieren, die man besser Profis über­lassen sollte.
Gebotsstrategie festlegen
  1. Der letzte Punkt in den Kampagneneinstellungen sind die Anzeigenerweiterungen. Das Thema ist so wichtig und so umfangreich, dass es dazu bald einen separaten Blogbeitrag geben wird.
Anzeigenerweiterungen

Schritt 3: Anzeigengruppen mit Keywords einrichten und Anzeigen erstellen

  1. In den Anzeigen­gruppen steckt sehr viel Know-How und Fehler können schnell sehr teuer werden. Ein pauschaler Rat­schlag lässt sich an dieser Stelle nicht geben. Nur so viel: Ich ver­suche die Anzeigen­gruppen sehr fein zu gliedern und achte akribisch auf die richtigen Keyword-Optionen. Wenn du da nicht sicher bist, kannst du gern Kontakt zu uns auf­nehmen.
Anzeigengruppen
  1. Im Anschluss geht es darum, die richtigen Anzeigen­texte zu ver­fassen. Auch darüber lässt sich ein eigen­ständiger Blog­beitrag ver­fassen. In diesem Tutorial geht es ledig­lich um die technische Ein­richtung einer Google Ads Kampagne. Da die Ein­stellungen an dieser Stelle sehr klar sind, gibt es hier wenig zu er­klären. Wichtig ist, dass du jeden Anzeigen­titel bzw. jede Text­zeile aus­nutzt und dabei an die 7 wichtigsten Verkaufs­prinzipien denkst. Außer­dem solltest du immer wieder ver­schiedene Werbe­anzeigen gegen­einander testen, um die beste Performance aus deiner Kampagne heraus­zuholen. Meine Empfehlung für den Start sind also mindestens zwei Anzeigen je Anzeigen­gruppe zu er­stellen. Unter „URL-Optionen für Anzeigen“ kannst du URL-Parameter fest­legen, um später mit Google Analytics genauer zu tracken. Als Einsteiger mit wenig Erfahrung und einem über­schau­baren Account lohnt sich das jedoch nicht.
Anzeigen erstellen
  1. Im letzten Schritt ist ledig­lich noch die Kampagne zu be­stätigen. Ich habe einen kleinen Fehler (Abweichung von meinen Hinweisen im Text) ein­ge­baut, wer findet ihn?
Bestätigung

Fazit: Starte deine erste Google Ads Kampagne

Wie du sicher gemerkt hast, ist das Anlegen einer Google Ads Kampagne relativ einfach. Je tiefer man jedoch in das Thema ein­taucht, umso komplexer wird es. Speziell der Schritt 3 (Anzeigen­gruppen mit Keywords ein­richten und Anzeigen erstellen) ist un­heimlich ent­scheidend für den Erfolg. Hier bedarf es einer Menge an Erfahrung, um das Werbe­budget nicht sinnlos zu ver­schwenden. Hinzu kommt, dass man anhand der Ergeb­nisse immer wieder nach­justieren sollte. Einmal ge­troffene Ein­stellungen sollten nicht in Stein gemeißelt sein. Ein guter Account wird ständig optimiert!
Das war es auch schon. Nun hast du deine erste eigene Google Ads Kampagne erstellt und einen Einstieg in das Performance Marketing gefunden. Weiter­führende Infor­mationen findest du in der sehr um­fang­reichen Google-Hilfe.

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